Mehr Geld für Steuobstbesitzer








Traurig, aber wahr: Obwohl die Deutschen Weltmeister im Safttrinken sind, sterben die Streuobstwiesen vor ihrer Haustür. Von den rund 600.000 Obstbäumen, die vor 30 Jahren im Ostalbkreis gezählt wurden, ist schon ein Drittel der Motorsäge zum Opfer gefallen. Niedrige Weltmarktpreise für Apfelsaftkonzentrat sind dafür verantwortlich, daß auch die Obsternte zwischen Lorch und Neresheim so wenig einbringt, daß die Bewirtschaftung kaum noch lohnt, der nötige Baumschnitt und Nachpflanzungen oftmals unterbleiben. Ein breites Bündnis verschiedener Vereine, Institutionen und Mostereien hat sich 1997 dieser Entwicklung entgegengestellt und den "Ostalb Apfelsaft" aus der Taufe gehoben.

 

Der Premiumsaft wird in klarer und naturtrüber Qualität in Pfandflaschen von vier alteingesessenen Mostereien in Aalen, Westhausen, Abtsgmünd und Weißenstein mit gemeinsamen Etikett produziert. Durch die Mitarbeit verschiedener regionaler Brauereien wird auch ein Apfelsaftschorle in naturtrüber und klarer Qualität angeboten

 

Die Naturschutzverbände kontrollieren die Bestände der Lieferanten und veranlassen die Analyse von Blatt- und Fruchtsaftproben zur Sicherung des hohen Qualitätsstandards.

Am Beispiel des Ostalb Apfelsaftes lässt sich unmittelbar nachvollziehen, welchen Einfluss das Verbraucherverhalten auf das Gesicht unserer Landschaft hat. Jeder einzelne kann an der Ladentheke oder Gastwirtschaft seinen Beitrag zur Erhaltung eines der schönsten Naturschätze des Ostalbkreises leisten.

Die drei Säulen des Ostalb Apfelsaftes

1.Kontrollierte Herkunft

Ausschließlich Obst von Erzeugern aus dem Ostalbkreis mit überwiegendem Hochstammbestand wird angenommen, es wird ein langfristiger Vertrag mit einer Mosterei geschlossen und eine von der Baumzahl abhängige Mindestabnahmemenge garantiert für baumreife, unverdorbene Äpfel. Die Naturschutzverbände suchen alle Lieferanten auf und kartieren deren Bestände.

2.Kontrollierte Qualität

Die Verpflichtung jedes Erzeuger, ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger zu wirtschaften wird durch die Analyse von Blättern stichprobenartig überprüft.


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Der Apfelsaft wird als Direktsaft abgefüllt und ohne rückverdünnte Konzentrate hergestellt. Saftproben werden von einem Labor auf Schadstoffe und Rückstände geprüft.

 

3.Aufpreisvermarktung

Die registrierten Obsterzeuger erhalten einen Aufpreis von 5,11 EURO pro Doppelzentner auf den Tagesannahmepreis, höchstens jedoch 16,87 EURO.



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